Ein guter Weg in schwieriger Zeit!

14 neue ehrenamtliche SterbebegleiterInnen haben im Mai 2020 unter ungewöhnlichen Bedingungen ihre intensive Qualifikation abgeschlossen.

 

Im 20. Jahr seines Bestehens hat der Ambulante Hospizdienst St. Johannisstift e.V. den 15. Qualifizierungskurs in der Sterbebegleitung abgeschlossen. Im November letzten Jahres begann eine intensive Zeit in der Auseinandersetzung mit dem Thema „Tod und Sterben“ in der ehrenamtlichen Unterstützung Sterbender im privaten Umfeld, im Seniorenheim oder auf der Palliativstation. Coronabedingt erfuhr die intensive Ausbildung Mitte März eine jähe Unterbrechung. Glücklicherweise war der Großteil der Themen bereits unterrichtet worden, ein Thema war für ein Selbststudium  geeignet, vereinzelte Praktika und Besuch der Palliativstation werden nachgeholt.

 

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde unter Infektionsschutzvorkehrungen bekamen elf Teilnehmerinnen und 3 Teilnehmer ihre Urkunden ausgehändigt. Damit erhielten sie die Bestätigung, fortan in diesem ebenso herausfordernden wie wertvollen Dienst am sterbenden Menschen eingesetzt zu werden.

 

 

 

Zum Abschluss des Kurses gaben die Koordinatorinnen Heike Bade und Reinhild Wode den neuen Mitarbeiterinnen ihre besten Wünsche für die kommende Arbeit mit auf den Weg. Die Koordinatorinnen freuen sehr über die ehrenamtliche Unterstützung, da sie ab sofort unter Einhaltung der Corona Virus Schutzmaßnahmen wieder persönliche Beratungsgespräche und häusliche Begleitungen anbieten können.

 

 

 

„Schon die Zeit der Qualifikation war ausgesprochen wertvoll“, darin waren sich alle Teilnehmerinnen einig. In einer Reflexion und Auswertung der 18 Kurseinheiten wurde unter anderem die hohe Qualität der Unterrichtsinhalte der Dozenten besonders gelobt.

 

 

 

Vermittelt wurden Themen wie Kommunikationsstrategien, der Sterbe- und Trauerprozess, „Stellvertretergefühle“ bei den Begleitenden, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Thematisiert wurde dazu der besondere Umgang mit demenzkranken Sterbenden. Umfassende Informationen erhielten die Teilnehmer über belastende Symptome im Sterbeprozess und durch praktische Einsätze mit dem ambulanten Palliativpflegedienst, im Altenheim und auf der Palliativstation. Bereichert wurde die Qualifikation durch Besuch des stationären Hospizes.

 

Die Beschäftigung mit dem Thema Sterben und Tod, das in unserer Gesellschaft noch immer zu oft verdrängt wird, soll dazu beitragen, den Tod als Teil des Lebens besser zu verstehen. Die Hospizarbeit widmet sich dem Sterbeprozess in seiner vielschichtigen Ausprägung. Dabei gilt es, Zeit und Sensibilität für Betroffene und Angehörige aufzubringen und ihnen in diesem schweren Lebensabschnitt die Hand zu reichen.

 

 

 

Bildunterschrift:

Erfolgreicher Abschluss: Teilnehmer des 15. Qualifizierungskurses und die Koordinatorinnen Reinhild Wode (hinten links)  und Heike Bade( hinten 2. von links)