Initiativen und Funkenflüge

Der Hospizgedanke hat in Paderborn schnell Wurzeln geschlagen (Erinnerungen von Jörg Teuteberg, Mitinitiator des Ambulanten Hospizdienstes St. Johannisstift e. V.)"Wenn ich heute an die Anfänge des Ambulanten Hospizdienstes zurückdenke, erinnere ich mich spontan an den Hospiztag im Mai 1998 in Bielefeld-Bethel. Als damaliger Geschäftsführer des St. Johannisstift Paderborn war ich neugierig auf den Vortrag der Leiterin der NRW-Hospiz-Ansprechstelle ALPHA, Monika Müller, zum Thema 'Qualifizierung und Begleitung Ehrenamtlicher'. Gut konnte ich mir vorstellen, dass die vielfältige stationäre Arbeit des Stiftes und die häuslichen Einsätze der Diakoniestation eines Tages durch die ehrenamtliche Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden ergänzt würde. Beim Mittagessen traf ich die Paderborner Krankenhausseelsorgerin Elisabeth Arning. Lebhaft tauschten wir uns über die vielen guten Anregungen des Vortrages aus. Der Funke für den Aufbau eines ambulanten Hospizdienstes in Paderborn sprang über!Wichtig war es nun, Mitstreiter zu gewinnen. So luden wir sehr bald die Leiterin des stationären Hospiz Bethel, Adelheid Rieffel, ein, der es gelang, auch die Leitenden Mitarbeiter des St. Johannisstift für den Hospizgedanken zu begeistern. Nach dieser Veranstaltung stellte sich heraus, dass die Diplom-Pädagogin Beate Knies vom Fachseminar für Altenpflege des St. Johannisstift sich schon lange mit dem Thema Hospizarbeit beschäftigt hatte. Von nun an dachten Pfarrerin Arning, Beate Knies und ich gemeinsam über die Gründung eines ambulanten Hospizdienstes nach.Zu einer großen Informations- und Initiativveranstaltung luden wir als Hauptreferentin Professor Dr. Stephanie Krenn ein. Rund 200 Interessierte trafen sich am 12. November 1998 im Dietrich Bonhoeffer Haus. Viele waren bereit, sich ausbilden zu lassen und in der Begleitung Schwerkranker und Sterbender mitzuarbeiten. Bereits im Frühjahr 1999 startete der erste Qualifizierungskurs. Die ersten Begleitungen Schwerkranker begannen wenig später. Sehr bald erkannten wir, dass qualifizierte ambulante Hospizarbeit in eine Struktur eingebunden sein muss. So erarbeiteten wir unter Mitwirkung engagierter Kursteilnehmer und Mitarbeiter des St. Johannisstift in teils sehr lebhaften Diskussionen die Satzung für einen eingetragenen Verein.Am 24. August 1999 stimmten in der Gründungsversammlung 47 Anwesende für die Gründung des Vereins 'Ambulanter Hospizdienst St. Johannisstift e. V.'. Als Vorstandsmitglieder stellten sich Elisabeth Arning, Heidi Pensky, Norbert Ryska, Jutta Vormberg und Clemens Johannigmann zur Verfügung. Norbert Ryska, Geschäftsführer des Heinz Nixdorf MuseumsForums (HNF) in Paderborn, übernahm das Amt des Vorsitzenden für die erste Amtszeit von 1999 bis 2002. Erste hauptamtliche Koordinatorin war von Oktober 2000 bis Juni 2002 Angelika Jäger. Eine gelungene Start- und Aufbauphase für den jungen Verein!"