Fortbildung mit Frau Laurs am Samstag, den 14. Juli von 9.30 - 16.00 Uhr

 

 

         "Wenn jemand untröstlich ist...."

 

                   Hilfreiche Gespräche in der Begleitung

 

 

„Höre geduldig den an, der mit dir spricht, und beeile dich nicht, ihn zu unterbrechen. Man fängt keine Unterhaltung mit Antworten an.“

 

Gerade in der Begleitung von Menschen in Krankheit und Trauer ist dieser Rat aus den Erzählungen von Tausend und einer Nacht sehr hilfreich. Wie schnell glauben Begleiter und Begleiterinnen verstanden zu haben, was die Betroffenen meinen. Sie reagieren aus diesem Impuls heraus und möchten die Situation erleichtern.

An diesem Fortbildungstag sind Sie eingeladen einige wichtige Grundlagen der Kommunikation zu erinnern, zu reflektieren was Trösten vom Vertrösten unterscheidet und entsprechende Gesprächssituationen zu üben.

 

Bringen Sie bitte Beispiele aus Ihren Begleitungen mit, die Ihnen besonders gelungen sind oder die Fragen in Ihnen ausgelöst haben.

 

Frau Laurs ist Systemische Familientherapeutin (DGSF), Supervisorin (ifs), Psychotherapeutin (HP) und Krankenschwester.

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Seminar mit Dr. Martin Kreuels am Samstag, den 1. September 2018 von 9.30 bis 13 Uhr


             Männer trauern anders


Männer trauern anders als in der oft weiblich dominierten Trauerkultur üblich und auch anders als in der soziologisch/psychologischen Literatur häufig beschrieben. Viele Verhaltensweisen sind, so der Referent des Seminartages, biologisch fixiert und lassen sich nicht einfach ändern. Durch die Unkenntnis kommt es zwischen den Geschlechtern immer wieder zu Missverständnissen. Häufig wird dem Mann ein mangelhafter Umgang mit der Trauer vorgeworfen, dabei zeigt er diese nur anders. Männer haben ihre eigenen Bilder, in denen sich ihre Trauer ausdrückt.

 

Nach einem naturwissenschaftlichen Teil zu biologischen Unterschieden und der Betrachtung gesellschaftlicher Aspekte wird es an diesem Seminartag um die Frage (und Lösungsvorschläge) gehen, wie die Trauer von Männern mehr Raum bekommen kann und wie Trauergruppen für Männer erfolgreich eingerichtet werden können.

Gleichzeitig soll Zeit für einen intensiven Erfahrungsaustausch in der Gruppe sein.

 

 
Zeitgleich sind 20  „Männerbilder der Trauer“ und Exponate postmortaler Fotografie vom 31.8.–01.9.2018 im Erlebnisbereich Dietrich-Bonhoeffer-Haus ausgestellt

Dr. Martin Kreuels wagte den Versuch, anstellen von Worten nach Bildern für die Trauer von Männern zu suchen. Aus dem regionalen Projekt (Münster, NRW) wurde schnell ein internationales Projekt (Schweiz, Frankreich, Polen, Deutschland). Nach einem Jahr Suche waren dann die Bilder da und auch die Männer, die jetzt doch reden wollten.