Seminar "Märchen in der Sterbe-und Trauerbegleitung" mit Jana Raile am Samstag, den 09. November 2019 von 10 - 16 Uhr

Seminar
In diesem Seminar lernen wir die Wirkungsweisen der Märchen und ihre Einsatzmöglichkeiten in der Trauer- und Sterbebegleitung kennen.

Wir machen uns vertraut mit den Urbildern der Märchen, lernen Erzähl- und Vorlesepraktiken und erleben praxisnah die Kraftquelle Märchen für Betroffene und Begleitende.
Das Seminar vermittelt Handwerkszeug, gibt Ideen und Inspirationen in unterschiedlichen Kontexten Märchen in der Trauer- und Sterbebegleitung einzusetzen.
  
Inhalte:
* Bildbetrachtung von Märchen
* Bedeutung von Märchen in der Trauer- und Sterbebegleitung
* Tipps und Tricks im Einsatz von Märchen je nach Altersstufe
* Praxisnahe Anleitung für die Trauer- und Sterbebegleitung
* Erzählen/Vorlesen am Sterbebett 

* Meditatives Erzählen/Vorlesen für Komapatienten und Patienten in der finalen Phase
* Erzählkreise für Sterbende, Angehörige und Freunde
* Erzählen und Gesprächskreise mit kreativen und meditativen Methoden

 

Zur Person

Jana Raile, Jahrgang 1969, hat sich die Erzählkunst als Autodidaktin erobert. Bereits als Kind entdeckte sie ihre Liebe für Märchen und Geschichten; mit 18 Jahren hatte sie ihren ersten öffentlichen Auftritt. 1998/99 absolvierte sie eine 1-jährige Weiterbildung für professionelle Erzähler im „Centre For The Research and Development of Traditional Storytelling“ bei Ben Haggarty in Wales.

2012 feierte sie ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum und steht für exclusiv-intensive Erzählkunst im deutschsprachigen Raum. Sie jongliert mit Wörtern, zaubert Bilder und offenbart gelebte Weisheit und erlebte Wahrheit im Spiegel unserer Zeit.

Seit 2008 widmet sie sich verstärkt dem Thema „Trauerbegleitung mit Märchen“. Sie hat bereits zwei Bücher zum Thema veröffentlicht, aktuell im Param Verlag (2. Auflage Herbst 2014), und schult Hospizmitarbeiter

 


Seminar mit Dr. Martin Kreuels am Samstag, den 1. September 2018 von 9.30 bis 13 Uhr


             Männer trauern anders


Männer trauern anders als in der oft weiblich dominierten Trauerkultur üblich und auch anders als in der soziologisch/psychologischen Literatur häufig beschrieben. Viele Verhaltensweisen sind, so der Referent des Seminartages, biologisch fixiert und lassen sich nicht einfach ändern. Durch die Unkenntnis kommt es zwischen den Geschlechtern immer wieder zu Missverständnissen. Häufig wird dem Mann ein mangelhafter Umgang mit der Trauer vorgeworfen, dabei zeigt er diese nur anders. Männer haben ihre eigenen Bilder, in denen sich ihre Trauer ausdrückt.

 

Nach einem naturwissenschaftlichen Teil zu biologischen Unterschieden und der Betrachtung gesellschaftlicher Aspekte wird es an diesem Seminartag um die Frage (und Lösungsvorschläge) gehen, wie die Trauer von Männern mehr Raum bekommen kann und wie Trauergruppen für Männer erfolgreich eingerichtet werden können.

Gleichzeitig soll Zeit für einen intensiven Erfahrungsaustausch in der Gruppe sein.

Zeitgleich sind 20  „Männerbilder der Trauer“ und Exponate postmortaler Fotografie vom 31.8.–01.9.2018 im Erlebnisbereich Dietrich-Bonhoeffer-Haus ausgestellt

Dr. Martin Kreuels wagte den Versuch, anstellen von Worten nach Bildern für die Trauer von Männern zu suchen. Aus dem regionalen Projekt (Münster, NRW) wurde schnell ein internationales Projekt (Schweiz, Frankreich, Polen, Deutschland). Nach einem Jahr Suche waren dann die Bilder da und auch die Männer, die jetzt doch reden wollten.