Literaturkreistreffen 18.00-19.30 Uhr

 

Termine 2022

Dienstag, den 17. Mai von 18 bis 19.30 Uhr

Unsere ehrenamtliche Mitarbeiterin und Bibliothekarin Helga Pundt lädt  zum Literaturkreistreffen um 18 Uhr im Hospizbüro ein.

Gerne können von den Teilnehmern eigene Literaturvorschläge mitgebracht werden. Die auf Initiative der Ehrenamtlichen Renate Brinkmann erstellte Broschüre "Möge ein Engel dir zur Seite stehen"  mit kurzen Texten zu den Oberbegriffen "Christliche Texte", "Gedichte" und "Allgemeine Texte" ist fertig gestellt und kann beliebig erweitert werden.

 

Aktuelle Literaturtipps

In ihrem Buch – 99 Fragen an den Tod – haben die Palliativmedizinerin Prof. Dr. Claudia Bausewein und der Hospiz-Experte Rainer Simader alle wesentlichen Fragen zusammengetragen, die von Sterbenden und ihren Angehörigen gestellt werden. Mit ihrem Buch wollen die beiden Autoren Informationen geben, die es ermöglichen, die Angst vor dem Sterben zu verstehen und mit ihr umzugehen. Sie wollen Mut machen, sich mit der Realität zu beschäftigen. Damit geben sie auch die Möglichkeit, die Sichtweise auf das Leben zu verändern.

Gelungen ist die klare, thematische Gliederung der Fragen. So findet der Leser Antworten auf Fragen die speziell Sterbende, Angehörige und die Sterbebegleitung betreffen. Es gibt Antworten auf Fragen, die sich auf den fortschreitenden Krankheitsverlauf, den Sterbeprozess und den Tod beziehen. Ein Adressverzeichnis und ein Glossar runden das Buch ab.

Die Sprache ist sachlich, empathisch und leicht verständlich. Die Antworten bringen das Wesentliche auf den Punkt. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es auch bei konkreten Fragen gut als Nachschlagewerk dienen kann und auch Handlungsorientierung bietet. Das Buch ist für alle geeignet, die sich mit dem Thema "Sterben" beschäftigen und Sterbende begleiten.  

Fortschrittsfalle Medizin
Wie wir hineingeraten und wieder herauskommen
Prof. Dr. Dr. Andreas Lübbe

Die enormen Fortschritte in der Medizin haben in vielen Bereichen weder die Gesundheit einzelner Patienten noch die der Bevölkerung insgesamt verbessert. In vielen Fällen führt Fortschritt zu unrealistischen Erwartungen. Der Fortschritt selbst ist maßlos – und er wird oft falsch verstanden. Das löst Fehlverteilungen aus, die Prävention wird vernachlässig und der finanzielle Druck bewirkt ein Übermaß an Medizin. Dabei ist weniger Medizin (sehr oft) mehr!

Die hier beschriebenen Fallbeispiele machen deutlich, dass nicht nur der kranke Mensch behandlungsbedürftig ist, sondern auch das heutige Medizinsystem. Ein auf Wettbewerb und Rendite ausgelegtes Gesundheitswesen verursacht unnötige medizinische Untersuchungen und Behandlungen. Wie kann man sich davor schützen? Neben der Systemkritik werden Lösungsmöglichkeiten für eine humane Medizin aufgezeigt, damit der Mensch wieder im Mittelpunkt stehen kann.